Ab in den Regenwald

Ab in den Regenwald

28. März 2019 1 Von Kristin

Nach den zwei kräftezehrenden Wanderungen, von denen ich euch im letzten Beitrag erzählte, ging es in Richtung Regenwald. Auf dem Weg nach Tarapoto legten wir einen Zwischenstopp in den Thermalbädern in Moyobamba ein. In Tarapoto angekommen sind wir direkt raus aus der Stadt 3km ins Grüne gefahren. Der Weg dorthin mit dem Mototaxi war mit Abstand der Spannendste, den ich bis jetzt hatte. Zur Erklärung: Mototaxis sind Motorräder, die hinter dem Fahrer eine Sitzbank für 1 bis 3 (manchmal auch mehr… geht alles!) Personen bieten. Wer sich immer noch nix drunter vorstellen kann: Googelt es doch einfach mal! 😉

Das Mototaxi und sein Fahrer, mit dem wir gefahren sind, hatte es auf jeden Fall nicht leicht. Wir wären nicht nur einmal beinahe im Matsch steckengeblieben und mussten aus dem Moto aussteigen, weil es sonst nicht die Steigung hochgekommen wäre. Aber es hat sich gelohnt! Wir wurden sehr freundlich von Juver empfangen, der mit seiner Familie im Regenwald nahe Tarapoto arbeitet und Übernachtungen in schönen einfachen Holzhüttchen mitten in der Natur anbietet.

Von der Unterkunft aus haben wir eine sehr schöne Wanderung zu Wasserfällen gemacht, wofür wir mehrmals den Fluss überqueren mussten. Das war gar nicht so leicht, denn die Steine waren ziemlich glitschig und ich wollte ungerne mit meinem Handy ins Wasser fallen. Während dem Laufen haben wir von unserem Guide ganz viel über die Tiere und Pflanzen, die dort im Wald leben, erzählt bekommen.

Außerdem haben wir ein sehr entspanntes Silvester dort verbracht. Wir waren umgeben von den Geräuschen der Natur und in der Ferne konnten wir die Silvesterknaller sehen. Ich hatte also einen guten Start ins Jahr 2019!

Nachdem wir ausreichend Grün und Natur getankt hatten, haben wir noch ein paar Tage in Tarapoto nah beim Zentrum verbracht. Tarapoto hat mich positiv überrascht. Es ist eine grüne Stadt mit „Dschungelflair“, vielen hippen Restaurants für junge Leute und man sieht immer wieder wunderschöne Gemälde und Grafiti beim Stadterkunden.

Am liebsten wäre ich noch länger in Tarapoto geblieben, aber es gibt auch noch ganz schön viel anderes in Peru zu sehen! Deswegen ging es bald in die zentrale Selva (Regenwald) nach Tingo Maria. Dort hat es mir auch sehr gut gefallen, denn wenn man durch die Stadt läuft sieht man die grünen Berge, die die Stadt umringen Man kann sehr schön verschlungene Wege an Flüssen und Wasserfällen vorbeilaufen.
Außerdem haben wir dort eine Gruppe Deutscher auf ihrer Chacra (selbstgebaute Holzhütte die zu einer Kaffeeplantage gehört) besucht. Das war ein ganz schönes Abenteuer, denn schon beim Weg dort hin mussten wir durch den Schlamm warten und mit jedem Meter ist mir klar geworden, wie weit wir eigentlich von der Zivilisation weg sind. Auch wenn der Aufenthalt dort nicht sonderlich erholsam und komfortabel war, habe ich es total genossen mal eine etwas andere Lebensweise kennenzulernen und ohne jeglichen Komfort und Schnick-Schnack näher mit der Natur zusammenzuleben.

Insgesamt habe ich während der Reise in den Norden die Natur und das ganze Grün, dass so viel Leben ausstrahlt, ungemein genossen. Wiedereinmal ist mir bewusst geworden, dass Natur in meiner Umgebung sehr wichtig für meine Lebenszufriedenheit ist .
Da ich das leider nicht mit euch zusammen erleben konnte, empfehle ich euch Folgendes, wenn ihr fertig seid mit Lesen: Geht doch einfach mal eine Runde nach draußen! Vielleicht im Wald spazieren oder einfach nur frische Luft schnappen – es lohnt sich. 😉

Beste Grüße

Eure zufriedene Kristin